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Pressedienst

Topographische Karten

05.12.2007 Zivile Stellen und Bundeswehr jetzt mit gleichem Kartenwerk

Innenminister Schönbohm: Bessere Zusammenarbeit bei Katastropheneinsätzen

 
Nr. 211/2007

Premiere beim Landesbetrieb Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB): Innenminister Jörg Schönbohm und der LGB-Präsident Heinrich Tilly übergaben heute in Potsdam die ersten Drucke der einheitlichen zivil-militärischen Topographischen Karte im Maßstab 1:50 000 an den Leiter des Amtes für Geoinformationswesen der Bundeswehr (AGeoBw), Brigadegeneral Walter Schmidt-Bleker.

Nicht nur Kosteneinsparungen sprächen für die Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr und den Landesvermessungsbehörden, sagte Innenminister Schönbohm. „Die gleichen Kartengrundlagen für Einsatzzwecke von Sicherheitsbehörden und Bundeswehr erleichtern die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte bei Katastropheneinsätzen erheblich."

Brigadegeneral Schmidt-Bleker hob hervor, dass trotz des Engagements der Bundeswehr im Rahmen der internationalen Konfliktverhütung und Krisenbewältigung und im Kampf gegen den internationalen Terrorismus, selbstverständlich auch die Gewährleistung der Sicherheit des deutschen Staatsgebietes von sehr hoher Wertigkeit ist. „Denn der Schutz Deutschlands und seiner Bürgerinnen und Bürger hat an Bedeutung gewonnen. Er bleibt unverändert eine Kernaufgabe unserer Streitkräfte. Auch die ‚neue Bundeswehr' wird in Katastrophenfällen im Zusammenwirken mit den Innenbehörden des Bundes und der Länder bei Vorliegen der verfassungsrechtlichen Voraussetzungen und auf der Grundlage aktueller raumbezogener Informationen die Hilfe bereitstellen, die alle von ihr erwarten".

Als erstes Kartenblatt der neuen einheitlichen Ausgabe lief die Karte ‚L4548 Lauchhammer' aus der Druckmaschine. Bis zum zweiten Quartal 2009 soll die gesamte Landesfläche der Länder Berlin und Brandenburg mit dem neuen Kartenwerk datentechnisch und drucktechnisch in der neuen Ausprägung abgedeckt werden und den Nutzern zur Verfügung stehen.

Dann gehört die Trennung der Kartenwerke für zivile Verwendungen und die Bundeswehr, die seit den 50er Jahren in der Bundesrepublik bestand, endgültig der Vergangenheit an. Aus Gründen der Sicherheit und Geheimhaltung wurden im Auftrag der Bundeswehr bislang gesonderte militärische Kartenwerke erstellt. Die neue zivil-militärische Kartenserie beinhaltet neben den üblichen topographischen Elementen auch bundeswehrspezifische Erläuterungen sowie eine dreisprachige Legende.

Das neue Erscheinungsbild der Karten beruht auf bundeseinheitlichen Gestaltungsvorschriften, die sowohl den zivilen als auch den militärischen Anforderungen genügen. Eine Besonderheit der brandenburgischen Karten ist, dass etwa die Kartenzeichen in der Legende neben deutsch und englisch auch auf polnisch erläutert werden.

Verantwortlich:
Dorothee Stacke, Pressesprecherin
Ministerium des Innern
Henning-von-Tresckow Str. 9-13
14467 Potsdam
Telefon (0331) 866 2060
Fax: (0331) 866 2666