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Pressedienst

Grundstücksmarktbericht 2006

12.06.2007 Immobilienmarkt weiter auf Wachstumskurs

Große Dynamik im Handel mit Geschäfts- und Gewerbeimmobilien

 
Nr. 115/2007

Die deutliche Belebung am brandenburgischen Grundstücksmarkt hat sich im vergangenen Jahr verstärkt fortgesetzt. Der Umsatz erhöhte sich um 31 Prozent auf rund 3,77 Milliarden Euro. Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Land Brandenburg hervor, der jetzt veröffentlicht wurde. Im Jahr 2005 war bereits ein Umsatzplus von 27 Prozent zu verzeichnen gewesen.

Der Markt profitierte dabei erkennbar von der weiteren wirtschaftlichen Belebung. Er wurde insbesondere durch den Handel mit geschäftlich und gewerblich genutzten Immobilien sowie dem Verkauf von Wohnungsbeständen in Form von so genannten Paketverkäufen angetrieben. Der Umsatz im Handel mit geschäftlich und gewerblich genutzten Immobilien erhöhte sich um 191 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro Umsatz. Er überschritt damit erstmals die Milliarden-Grenze. Von der Belebung profitierten hier insbesondere die kreisfreien Städte Cottbus und Brandenburg a.d.H. sowie die Landkreise Havelland, Oberhavel und Potsdam-Mittelmark.

Dem stand allerdings ein Rückgang beim Kauf von Bauplätzen für den individuellen Wohnungsbau und bei Ein- und Zweifamilienhäusern um insgesamt 300 Millionen Euro auf rund eine Milliarde Euro gegenüber. Dies führt der obere Gutachterausschuss auf den Wegfall der Eigenheimzulage Ende 2005 zurück, der zu Vorzieheffekten beim Immobilienkauf geführt hatte.

Baugrundstücke für den Einfamilienhausbau lagen im Landesdurchschnitt nahezu unverändert bei einem Quadratmeterpreis von 67 Euro. Die Spanne der Durchschnittspreise reichte von 16 Euro im Landkreis Elbe-Elster bis 149 Euro in der Landeshauptstadt Potsdam. Für den so genannten ‚Speckgürtel' (ohne Potsdam) wurde ein Durchschnittspreis von 75 Euro pro Quadratmeter und für den äußeren Entwicklungsraum ein Durchschnittspreis von 28 Euro pro Quadratmeter ermittelt.

Für ein Einfamilienhaus mit einem Baujahr nach 1990 und einer durchschnittlichen Wohnfläche von 120 Quadratmetern wurden im Landesdurchschnitt rund 170.000 Euro gezahlt. Die Spanne reicht dabei von 130.000 Euro im äußeren Entwicklungsraum (durchschnittlich 112 Quadratmeter Wohnfläche) bis 187.000 Euro im ‚Speckgürtel' (durchschnittlich 120 Quadratmeter Wohnfläche) sowie 238.500 Euro in der Stadt Potsdam (durchschnittlich 145 Quadratmeter Wohnfläche).

Bei einer Zunahme der Nachfrage nach gebrauchten und somit preiswerteren Eigentumswohnungen gegenüber 2005 zeigte sich der Markt der Eigentumswohnungen insgesamt stabil. Für eine neu errichtete Eigentumswohnung wurden im Landesdurchschnitt 2006 rund 1.600 Euro pro Quadratmeter gezahlt.

Kaum Veränderungen gab es auf dem land- und forstwirtschaftlichen Bodenmarkt. Bei einer stabilen Anzahl von 8.406 abgeschlossenen Kaufverträgen ging der Flächenumsatz um fünf Prozent auf 53.495 Hektar zurück, während sich der Umsatz um neun Prozent auf 140 Millionen erhöhte. Der durchschnittliche Bodenwert für Ackerland (ohne die begünstigten Verkäufe durch die BWG) veränderte sich mit einem Eurocent auf 0,23 Euro pro Quadratmeter geringfügig. Damit bleibt Brandenburg Schlusslicht in den jungen Bundesländern. Auch Forstflächen verharrten mit durchschnittlich 0,11 Euro pro Quadratmeter auf dem niedrigen Vorjahresniveau.

Der Grundstücksmarktbericht 2006 ist zum Preis von 30 Euro erhältlich bei:

Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg, Kundenservice, Postfach 60 10 61, 14410 Potsdam

Telefon: (0331) 8844123, Telefax (0331) 884416123

E-Mail: vertrieb@geobasis-bb.de

Internet: http://www.geobasis-bb.de/.

Auszüge aus dem Grundstücksmarktbericht sowie Angaben zu den einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten können auch im Internet unter http://www.gutachterausschuss-bb.de/ abgerufen werden.

Verantwortlich:
Dorothee Stacke, Pressesprecherin
Ministerium des Innern
Henning-von-Tresckow Str. 9-13
14467 Potsdam
Telefon (0331) 866 2060
Fax: (0331) 866 2666